Liebesgefühle
Herzschlag

Geposted am Sunday 30 November 2008

Und wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu. Mit dem auch meine Reserven.
Ein angeblich gutartiger Tumor der sich binnen Monaten in Umfang verdoppelt und schmerzen beim Gehen bereitet. Eine Hautkrankheit die meine Hände stark gefährden. Ein Leben, welches ich mit soviel Energie ohne Pause durchlebe um meinen Kummer zu entkommen. An manchen Tagen frage ich mich, warum ich nicht längst zusammen brechen und liegen bleiben konnte.

Immer wenn ich am Boden zerstört bin denke an sie. Was mag sie wohl sagen, wenn ich plötzlich aufgebe? Was mag sie wohl denken wenn ich plötzlich Hilfe benötige? Der Kummer wird weniger, dadurch dass ich soviel tue und weniger Zeit finde mich in Gedanken zu verlieren. Doch wenn ich mich ausruhe, kommt der wieder. Nicht weil ich den Kummer will. Ich will nicht, dass es mir schlecht geht. Ich denke nur viel zu gern an sie. Die schönen Erinnerungen geben mir Kraft – und Hoffnung. Etwas was ich schon so lange verloren habe. Umso leerer fühle ich mich, wenn es heißt ich solle mich von meiner Liebe zu ihr frei machen.

Es ist seltsam, welch einen Eindruck ich hinterlasse – so fern und anders von dem wie ich mich fühle. Manches kann ich erklären – andere Dinge kann ich nicht verständlich machen. Ich kann nur mein Bestes tun meinen eigenen Weg zu finden. Aber ich kaum noch. Ich ärgere mich sehr für meine Fehler. Seit ich klein war wurde mir eingeprägt, wie sehr ich für jeden Fehler büßen, und für alles einen Preis zahlen müsste. Schlimmer – dass andere für meinen Fehler leiden werden. Hat mich diese Grundeinstellung zu einem schlechten Mensch/Freund gemacht? Ich solle lockerer werden, empfahl man mir. Wie?

Ungewissheit, wofür ich arbeite macht sich breit. Es zehrt sehr an mich. Wo ich immer sagte: “ich arbeite für sie”, sehe ich immer weniger ein klares Bild – vielmehr Gefühle die sich in etwas verlieren, was einem Traum ähnelt. Ich habe Angst. Es ist Angst. Das woran ich mich halte sehe ich kaum noch. Es gibt Situationen, da denke ich ganz stark an sie. Aber was davon übrig bleibt ist… vergänglich. Nicht meine Gefühle zu ihr. Sondern meine Träume. Ich lege so viel ich kann zur Seite. Ich will damit für sie sorgen können, irgendwann. Und dann denke ich, dass ich es zur Seite legen soll – aber es vorerst nicht für sie planen soll. Ich will schließlich, dass sie glücklich wird. Es ist – wenn man auf mich blickt – sehr unwahrscheinlich, dass ich mit ihr ein gemeinsames Leben haben werde – egal wie sehr ich es mir wünsche. Egal was ich für sie empfinde. Sie wird sehr leicht jemand Besseres finden, der mehr zu bieten hat. Denn sie ist so eine wertvolle Person.

Immer wenn ich das für mich begreife, stehe ich da und frage mich: wozu all das?
Der Gedanke, dass ich im Notfall für sie da sein werde, ist das Letzte was mich seit jeher erhält.

Jemand anderes für mich. Ich mag daran denken. Aber dann wieder auch nicht. Nicht weil ich sie nicht aufgeben will (halten konnte ich bisher ja niemanden). Aber es reißt Wunden zu bemerken, wie sehr ich an sie denke, so wie ich nach einer Ausstrahlung achte die ihr ähnlich ist. Und wenn ich jemanden gefunden habe, endete es für mich bislang immer in Bitterkeit. Die Bitterkeit bei der Frage, warum sich jemand für mich entscheiden sollte. Und die Bitterkeit bei der Tatsache, dass ich immer nur an die eine besondere Person in meinem Leben dabei denke.

Vielleicht wird das irgendwann vergehen. Aber meine Kollegin hat Recht zu sagen, dass ich jemand geworden bin, der irgendwo fürchtet erneut solche Verletzungen davon zu tragen. Auch wenn ich es eher aus anderen Gründen meide, als aus Furcht. Die Furcht werde ich aber erleben, wenn ich mich dem wieder nähere.

Ich träume von etwas was nicht mehr existierte. Etwas was ich nicht mehr kriegen kann. Etwas so Schönes, dass ich jedes Mal, wenn ich die Möglichkeit habe, nach der einen Sternschnuppe Ausschau halte, die mir diesen Wunsch doch erfüllen könnte. Ein Neuanfang zum Jahresende wäre vielleicht etwas für mich. Wäre ich nur nicht so hart zu mir selbst.

Wie lerne ich verzeihen und mir selbst verzeihen? Gäbe es sie nicht, wäre ich längst dem Hass verfallen. Hass auf alles was mir weh tat. Aber sie hat mir einen schönen Blick geschenkt. Wo ist es hin? Es war doch echt. War es? Wenn ja – dann ist es mittlerweile längst Geschichte. Ich bin wieder da angelangt, wo ich ohne sie war. Ein Neuanfang. Vielleicht hilft es. Vielleicht kann ich dann nächstes Jahr wieder ein Herz voller Freude schenken, an jemand ganz besonderen. Mir würde es auch reichen, wenn ich bisschen besser werde, und Glück an die Person schenken kann die ich liebe.

Meine Geliebte… Angebetete… besondere Person – ich weiß nicht wo du bist oder was morgen kommt. Habe ich doch noch die Gefühle für dich, die wie ein stetig schlagendes Herz für dich da sind. Es fällt mir schwer nicht an dich zu denken. Mein einzig Weihnachtswunsch dies Jahr soll sein, dass du glücklich wirst. Denn ich liebe dich. Es tut mir Leid.

Keiran @ 21:07
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