Liebesgefühle
Probe

Geposted am Dienstag 8 Juli 2008

Was ist, wenn ich die Liebe, die ich für meine Angebetete hege, versuche jemand anderes zu geben?

Diese Person wird merken, dass mein Herz vergeben ist, und wäre mir wenig wohlgesonnen, würde ich ihr die Liebe anbieten, die ich wahre.

Mir sagen viele Damen, wenn ich ihnen von meiner Angebeteten erzähle, wie sehr sie sie doch beneiden würden.

Manche verleugnen mich sogar - gar nicht glauben wollen sie der Geschichte um meine Gefühle. Sie zweifeln, dass jemand wie ich existieren kann - folglich dem Spruch: je höher die eigenen Ideale, umso schwerer wird man es haben.

Manche bemitleiden mich in Unverständnis - so ist Mitleid nichts Angenehmes, geschweige denn Konstruktives.

Möglich, dass meine Bemühungen, meiner Angebeteten zu gefallen, indem ich an mir arbeite und Fortschritte erziele, die Aufmerksamkeit anderer Damen auf mich lenken. Sogar wahrscheinlich.

Dennoch war das nicht mein Ziel…

Keiran @ 11:22
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Philosophie

Geposted am Montag 7 Juli 2008

“To be, or not to be, that is the question”

Es gibt viele Ansichten von dem Universum, indem wir (zumindest ich) leben. Eine Interpretation, aufgegriffen aus den vielen Lehren, erscheint mir hoffnungsbringend:

In der Welt, in der wir leben, existiert ein Gleichgewicht. Als ob wir zwei Gläser nebeneinander stellen würden, und jedes exakt zur Hälfte mit Wasser gefüllt ist. Gießen wir den Inhalt des einen Glases in das andere, haben wir ein volles, und ein leeres Glas. Aber die beiden Gläser sind miteinander verbunden, so dass immer genau bis zur Hälfte in eines der Gläser das Wasser fließt.

Gleichgewicht der Welt, Wünsche die einem die Richtung weisen - ich bin zuversichtlich, dass der Platz in meinem Herzen, irgendwann wieder gefüllt wird, und alles wieder gut wird. Doch noch ist dieser Platz reserviert, und noch niemand erschien mir diesen Platz, der meiner Angebeteten versprochen war, ausfüllen zu können.

Ich lerne Vertrauen.

Keiran @ 14:39
Abgelegt unter: Gedanken
Aufgehoben

Geposted am Sonntag 6 Juli 2008

Eigentlich wollten wir uns heute zum essen verabreden. Ich fühlte mich sehr geehrt, dass sie mit mir zum essen aus mochte. Wegen den Umständen haben wir es nun doch in die Zukunft verlegt - “nach HH”. Sie mag sich heute für ihren nächsten Unitag, morgen, vorbereiten. Ich kann es ihr nachsehen. Schließlich hatte sie dieses Wochenende schon wirklich viel gemacht, was ihr Spaß bereitete, und sie vielleicht erschöpfte. Ich kann es nicht verleugnen, dass ich etwas traurig bin und mich doch schon sehr freute. Aber da gibt es noch so viel mehr, hinter meinen Gefühlen. Und schließlich: es ist ja in die Zukunft verlegt worden, und nicht ganz abgesagt.

Es ist schon komisch, dass mich das nicht wirklich überraschte. Ich hatte mich darauf vorbereitet - oder anders - meine Erwartungen sehr tief herunter geschraubt. Sie hat sich bei mir zumindest über SMS gemeldet. Das allein ist schon Grund zur Freude. Sie hätte sich ja auch gar nicht mehr melden können.

Ich freute mich darauf mit ihr essen zu gehen, weil ich dann etwas gemeinsame Zeit mit ihr hätte. Zeit die ich gerne genutzt hätte, um einander wieder enge Freundschaft festigen zu können. Ich weiß nicht wie sie das sieht. Ich weiß es einfach nicht, und meine Fragen über all die Zeit wurden abgelenkt. Zumindest ist das meine Perspektive. Vielleicht war ich auch einfach die ganze Zeit über blind.

Andererseits, bin ich nicht fehlerfrei, und neige auch manches falsch zu interpretieren. Ich bin auch nur ein Mensch. Ich arbeite an mir. Gestern war so eine lustige seltsame Situation, die ich gerne im Nachhinein verändern wollte. Wir kamen spät von Marcel am Hauptbahnhof an. Sie hatte keine Fahrkarte und fuhr soweit kostenlos mit, wie ich sie begleitete. Ich bestand darauf, dass sie meine zusätzliche Ersatzkarte, welche ich für Ausnahmen wie jene immer dabei habe, nehmen würde. Ich mochte nicht, dass sie die Strecke vom Hauptbahnhof nach Hause um jene späte Stunde zu Fuß ging. Sie ist eine schöne Frau, und der Gedanke, dass sie auf dem Heimweg überfallen werden könnte besorgte mich sehr.

Jedenfalls sträubte sie sich sehr dagegen, dass ich später auch wieder die Karte einsteckte. Eine kleine Anspannung für sie und für mich, die unnötig, ja fast schon witzig erschien. Ich scherzte noch, dass man über sowas diskutieren könnte. Sie wollte die Karte ja von Anfang nicht, konterte sie.

Mein Fehler.

Ich sah es nicht tragisch, und akzeptierte es. Sie hat ihren eigenen Kopf, und aufzwingen kann ich ihr nichts, wenn sie die Karte auch nicht annehmen mochte, wenn sie die nicht mal benutzen brauchte. In Situationen wie jene erinnert sie mich an eine sehr süße Katze. Oder eher umgekehrt - eine Katze erinnert mich an sie. Ich weiß nicht, wie sie die Dinge sah. Vielleicht viel einfacher, und ich mache mir zuviel Kopf um so eine Sache. Ich gewöhne es mir bereits ab, jetzt wo ich nach all der Zeit gelernt habe, dass man bei falschen Gedanken nur noch mehr falsch machen kann.

Wo ich mich fragte warum sie es ablehnte (wo sie mir keine eindeutige Antwort gab), dachte ich an das Gespräch mit ihrer Mutter. Das genau dieses Verhalten von mir destruktiv wirke - meine Bereitschaft ihr alle Lasten zu nehmen, und ich dafür kein Zögern kannte. Dass ich sie dadurch belasten würde, weil sie meint meine Gesten nicht zurückzahlen zu können.

Ich steckte die Karte wieder ein, weil ich das noch weniger erzeugen wollte. Schließlich mache ich mir nur Gedanken um sie, und empfinde ihre Sicherheit als oberste Priorität. Ja, dieses Verhalten. Das Verhalten, woran ich arbeite, um ich sie damit nicht länger zu belasten.

Ich kenne selber die Last, die wie Gefahr erklingt - das Gefühl von Freundlichkeiten erdrückt zu werden, weil es kulturelle Sitte ist sich zu revanchieren. Ich selber schone mich vor solch einer Last, indem ich mehr leiste, als es nötig wäre für eine Rückzahlung jeglicher Art. Nachtragend im Guten, wie im Bösen.

Als wir uns trennten (sie nahm erfreulicherweise später doch noch meine Karte an) erfasste mich meine Neugier an sie. Ich wusste dennoch nicht viel zu sagen, so dass meine kurze ja/nein-Frage zu ihrem neuen Cappy weniger Gespräch anregte als ihre Frage nach dem “warum und wieso” um meine Neugier. Ich hatte mir vorgenommen für heute einige Gesprächsthemen mitzunehmen. Zumindest einige Stichworte, worüber ich mich denn gerne mit ihr unterhalten mochte. So würde ich gerne erfahren, was denn neues von ihrer Uni gäbe, was sie selbst begeisterte, und allgemein wie sie sich denn so fühlt. Dass ich mich für sie generell interessiere ist schon fast wieder Nebensache. So soll sie auch Chance haben mich alles zu erfragen, sollten noch Dinge auf dem Herzen sein.

Und was ich erzählen würde? Ich bin mir nicht mal sicher was sie von meinem Leben interessieren könnte. Es ist ein auf und ab - und seit meinen körperlichen Problemen beschränkt es sich auf das Mentale. So lese ich wieder mehr, während es sonst mehr Sport war. Ich gehe noch sehr gerne aus, auch wenn viele Freundinnen weniger Zeit haben als ich. Viele Freuden erlebte ich, die ich versäumte mit ihr zu teilen, weil ich nicht weiß, ob ich sie denn mit Geschichten über tolle Wohnungen oder meinen Zukunftsperspektiven zu langweilen drohe. Ehe ich etwas in meinem Blog schreibe, und sie es da liest, würde ich gerne einfach mit ihr über Alltag quatschen wie früher auch. Aber ihr fehlt die Zeit, und bald mir auch. Das Wenige was bleibt erscheint kostbar - und ich fürchte um meinen Eindruck, der immer schlechter wird durch meinen falschen Ruf.

Viele negative Eindrücke und Eigenschaften die Paul über mich geäußert hat - an die ich stark arbeitete und arbeite - schwinden. Waren manche temporär, andere mir unbekannt. Doch ich bemühe mich sehr und frage häufig und gerne nach Feedback. Aber der teilweise verschlechterte Ruf ist geblieben, und ich fühle mich falsch bewertet.

Immer wenn meine Angebetete etwas über mich sagt, nehme ich es mir sehr zu Herzen - so sehr, dass ich mich manchmal, amüsanter Weise, schwer tue Kommentare und Scherze auseinander zu halten. Aber vieles scheint geblieben, von dem ich überzeugt bin es bereits gemeistert zu haben - Dinge zu denen ich immer wieder andere um Rat frage, ob es denn nun vollbracht wäre - einfach weil es mir wichtig ist.

Meine Erinnerungen sagen mir, ich hätte meine Angebetete oft gefragt - vielleicht weniger deutlich als es sein sollte. Höchstwahrscheinlich, wie ich mich selbst einschätze. Doch kann es sein, dass ich sie nicht gefragt habe? Ich muss darauf achten, dass meine Erinnerungen nicht täuschen, und falsche Erinnerungen nicht ihren Platz einnehmen. So könnte ich Personen und Ereignisse verwechseln, oder diese in Erinnerung verschmelzen, so dass die nie geschehen sind, oder die Beteiligten komplett andere Ansichten hegen.

Vielleicht hätte ich heute beim essen mit ihr kurz angerissen - angedeutet, wie wichtig sie mir noch ist, und wie viel sie mir noch bedeutet. Und zwar so richtig persönlich, ohne dass sie das hier zu lesen braucht. Aber auch nur kurz. Schließlich habe ich schwer akzeptiert, wie wenig Zeit sie für mich übrig habe, und dass mir vielleicht noch zu viel fehlt, woran ich arbeite, um ihr Herz zu gewinnen.

Und bald wird auch mir die Zeit stark fehlen. Noch kann ich nicht einschätzen wie sehr - doch die Vorstellung, und die Tage davor, hinterlassen einen ordentlichen Eindruck. Wenn ich Tage für ich als “Arbeitstage” nehme, wo ich nach Hamburg fahre, mich bei den Ämtern etc. um die nötigen Dinge zum Umzug kümmere, konzentriere ich mich tatsächlich die meiste Zeit mit meinem Lernen. Lesen im Bus zum Hauptbahnhof. Lesen und Schreiben im Zug. Lesen in der U-Bahn. Nachbearbeitung und noch mehr Lesen auf der Heimfahrt. Lediglich die Zeit beim Ein- und Ausstieg bleibt mir, um in Gedanken meine große Liebe zu missen, und darauf zu vertrauen, dass ich das Richtige mache.

Und wenn ich Abends wiederkomme lasse ich mich ins Bett fallen, um zu regenerieren um den nächsten Arbeitstag in Angriff nehmen zu können. Wo bliebe da Zeit für all meine Freunde? Nicht genug, um jeden mit so viel Zuneigung zu behandeln, dass sich niemand vernachlässigt fühlt, dem das wichtig wäre. Da denke ich: Gott sei Dank gibt es Handys mit Flatrates…

Als ich gestern Abend vor der Wohnung halt machte, um inne zu halten und nachzudenken, erblickte ich seit langem erneut eine Sternschnuppe. Eine richtige Sternschnuppe - kein Flugzeug oder Satellit. So eine wie ich damals in der Lünebürger Heide Abends erblickte. Auch diesmal wünschte ich mir etwas. Aber anders als damals, waren gestern meine Gefühle in Wallung, und ruhten nicht. Es war - ein anderes Gefühl. Ich wusste diesmal auch genau was ich wollte. Aber es ist als ob die Sternschnuppe nicht in die Lage wäre meinen Wunsch zu erfüllen - ja, diesmal war der Wunsch zu weit gegangen. Denn manche Dinge kann niemand einem abnehmen. Schon gar nicht wenn es um Liebesgefühle geht.

Ich hatte sogar in der Nacht noch meinen IM eingeschaltet - in der Hoffnung mit jemanden darüber reden zu können. Doch wieder blieb mir nur der Blog. Und vielleicht ist das auch besser so.

Darüber geredet, dass ich mir vielleicht noch immer zu viele Gedanken um meine Angebetete mache, und das es vielleicht mehr als ein wenig helfen würde, würde ich noch mehr zurück schalten. Und auch was mich und meinem Platz auf dieser Welt betrifft.

Vielleicht hätte ich ihr auch beim Essen konkreter über meine Sorgen und Perspektiven erzählt. Oftmals fehlt mir einfach ein Gesprächsthema. Aber da wäre die eine Sache, wo ich gerne ihren Rat gehabt hätte. Ich bin über 21 Jahre alt, und warte auf mein Ausbildungsbeginn. Ich weiß noch nicht wie gut oder wie schlecht ich das meistern werde. Auch ich hege große Erwartungen in mich selber, und verfolge meine Träume. Sie macht das auch, seit sie auf der Uni ist. Sie ist wesentlich weiter und intelligenter als ich, und wüsste da bestimmt mehr als ich.
Mich besorgt der Gedanke, dass ich den anderen hinterher hänge mit meinem Alter, und meinen mangelnden Erfahrungen. Andere waren beim Bund. Wieder andere studieren schon oder sind im Ausland. Letzte beiden konnte ich mir nicht leisten, während der Bund mir empfahl nicht mitzumachen. Weder wäre ich körperlich noch geistig dazu geeignet - Soziales läge mir einfach besser.
Auf der einen Sache mache ich mir Gedanken ob meine Erwartungen an mich noch realistisch sind. Auf der anderen Seite finden sich auch Gegenbeweise, dass meine Befürchtungen zu übertrieben sind.

Lob von Ausbildern, die davon überzeugt sind, dass ich mehr kann, als das was meine Eltern in mich sehen. Menschen die mir im Vertrauen eine Chance geben etwas großes zu leisten, unabhängig davon wie miserabel mein Schulzeugnis war. Damals hatte ich nicht auf meine Stärken gebaut, weil ich es nicht besser wusste. Heute baue ich meine Stärken aus.

Vielleicht hätte man auch wieder alte und neue Gemeinsamkeiten entdeckt, worauf man aufeinander bauen könnte. Ich würde gerne wieder für sie da sein, ohne einander abhängig zu werden. Sie bei der Uni unterstützen wie ich es damals versprochen hatte. Und ich denke noch immer daran, dass ich, wenn sie wollte, nach München gezogen, ziehen würde um ihr nahe zu sein.

Ich würde ihr gerne wieder näher kommen - als Freund. Für sie da sein, wie ich es versprach. Sie wissen zu lassen, dass ich immer zu ihr halten mag, egal was auch immer kommen mag.

Da fällt mir ein, dass ich ihr noch gar nicht ihr Geburtstagsgeschenk geben konnte! Ursprünglich wollte ich es ihr gestern überreichen - zwar hat sie erst im August Geburtstag, doch wollte ich diesmal sicher gehen, dass ihr Geschenk auf gar keinen Fall zu spät kommt. Nicht schon wieder… Mir tut es nach wie vor Leid, und ich gebe mein Bestes, um sie an ihrem Tag eine angemessene Freude zu machen. Da das Essen heute geplant war, und wir gestern bei Marcel waren, hielt ich es für unangebracht ihr es schon gestern zu geben. Es musst ja nicht jeder in unserem Freundes- und Bekanntenkreis erfahren, wie sehr ich noch zu ihr stehe. Eine Einstellung die ich aus ihrem Verhalten damals abgeleitet habe, und so mir meine Grenzen gesetzt habe. Dass es für sie einfacher ist. Und für mich - ist es einfacher andere glauben zu lassen, dass eine alte Liebe verblasst, als Außenstehende zu überzeugen, dass meine Liebe noch fort besteht.

Hätte, konnte, passierte - was nun kommt ist, dass ich gerne würde. Aber meine Zeit verstreicht dahin - und mit der Zeit alles. Fast alles. Meine Liebesgefühle haben sich mit der Zeit wenig verändert - dafür entwickelt. Manche halten das für unglaublich, dass so etwas so lang anhalten kann. Nun ja - ich glaube daran. Auch wenn sie nicht mehr die gleiche laute Form wie früher haben - sie sind noch da - lediglich aufgehoben von der Zeit.

Aufgehoben für sie. Wisst ihr, ich habe sie noch immer sehr lieb.

Lingxin, ich bin immer für dich da.

Keiran @ 23:54
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Warum?

Geposted am Sonntag 6 Juli 2008

Ich bin seit eben vom Videoabend bei Marcel zurück. Meine Angebetete ist seit Donnerstag in der Stadt und sie mochte gern mit uns etwas Zeit verbringen. So kam es zum gemeinsamen Videoabend, seit sehr langer Zeit.

Auf der Heimfahrt im Bus kam mir der Gedanke um das “warum”, um das was ich im Moment durchlebe. Es ist nämlich so, meinen Aufzeichnungen folgend, dass ich solche Phasen welche Vergleichbar mit Alkohol- und Drogenmissbrauch sind, regelrecht zulasse, nur um mich wieder raus zu kämpfen.

Ich habe ja mal erzählt, wie ich damals regelrecht die Finsternis ersuchte, in meinem Kummer, um meine Gefühle zu ertränken. Und auch wie ich kurz davor mich endlich von meinen persönlichen Dämonen frei gekämpft habe.

Jeder hat mal ein schlechter Tag, heißt es. So ist es wohl normal was ich durchlebe. Ungewöhnlich ist mein Bewusstsein, für solch lethargische Phasen, welche ich manchmal an den Tag lege. Tage wie solche, wo ich Abends nach einem langen Tag, wo ich früh morgens los war, fruchtlos ins Bett falle - herumgeschubst von Behörden und Makler die sich weniger um das Wohl der Kunden, als um ihre eigene Börsen kümmern. Tage, an denen ich am Ende sogar zulasse daran zu denken, ob es nicht besser wäre alles hinzuwerfen und einfach aufzugeben.

Immer wenn ich dunkle Gedanken hege, bleibt mir die Entscheidung dagegen anzukämpfen oder diese weiter zu entwickeln. Eine Art die sich bei mir mit der Pubertät entwickelt hat. Und manchmal, lasse ich solche Gedanken regelrecht zu, nur damit es mir noch schlechter geht.

Warum mache ich das eigentlich? Anders als zu der Zeit, wo ich jünger war, kann ich dagegen ankämpfen. Ich bin mir der Dunkelheit besser bewusst als früher, und arbeite jeden Tag hart an mir, wofür ich sogar hin und wieder Respekt von Älteren und Erfahreneren Menschen bekomme.

Ich erkannte, dass es noch an der Prägung meiner Vergangenheit liegt. Irgendwo sehe ich diese dunklen Phasen, an denen ich scheinbar am Boden zerstört bin, als Strafen für meine Untaten. Untaten wie solche, die meine Eifersucht an den Tag brachten. Und ich lasse die dunklen Gedanken zu um Buße zu leisten. Nichtsdestotrotz funktioniert es fast wie auf Wunsch, dass ich mich aus der selbstgemachten Dunkelheit raus reißen kann - ist ja nicht das erste Mal. Es ist nur immer sehr Kräfte zehrend und traurig.

Und es ist auch irgendwie unnötig, nicht wahr?

Manche meiner Tage, erscheinen mir persönlich als sehr hart. Ich fühl mich auf mich allein gestellt - mag es nicht Freunde an zu rufen - wozu? wie können die mir helfen? und wenn, verlangen sie meist eine Gegenleistungen - Selbstlosigkeit ist rar. Ich hätte zum Beispiel gerne jemanden, der mich bei meiner Wohnungssuche begleitet. Oder zumindest von Haus aus Tipps gibt wie ich weiterkomme. Ich will keine Unterstützung, in Form dass mir jemand Arbeit abnimmt - ich bin bereit alle Mühen selbst zu tragen - aber ich würde mich schon freuen, über eine Form der mentalen Unterstützung. Doch von Haus aus habe ich das nicht zu erwarten, im Gegenteil. Lauter “Standpauken” über meine Wertlosigkeit, und mein zukünftiges Versagen. Ich hätte keine Chance in Hamburg und es wäre Geldverschwendung in mich zu investieren, meint meine eigene Mutter.

Doch um auf das “warum” zurück zu kommen - warum sollte ich mich selbst behindern mit dunklen Gedanken, wenn ich die alternative so gut kenne? Mein Handeln und mein Leben wird stark von meinen Wünschen geführt. Ja, wie der Wunsch meiner Angebeteten Nahe zu sein und für sie Sorgen zu können. Aber wenn es um mich geht, bleibt da ein Rest von Gedanke der sagt, ich hätte all das nicht verdient. Warum? Wie kann ich Erfolg oder Liebe verdienen, wenn mir zuhause jeden Tag gesagt wird wie wertlos ich bin?

[...]

Ich habe hart an mir gearbeitet. Hab vieles geleistet wozu nur wenige bereit wären. Ich scheute wenig Herausforderungen. Ich habe es mir verdient glücklich sein zu können, frei von mentalen Misshandlungen. Ich bin soweit gekommen, weil ich bereit war immer wieder aufzustehen, nachdem ich gefallen bin, auch wenn ich weiß, dass der Nächste nur darauf wartet mir ein Bein zu stellen. Ich war geduldig, ehrlich, fleißig - ich sollte nicht mich selbst strafen, nur weil andere mich als wertlos sehen und ich im Leben immer wieder Bestätigungen dafür finde. Es gibt auch Gegenbeweise! Nur werden sie allzu oft viel zu schnell zu nichte gemacht…

Mein Leben kann vielleicht nicht jeden Tag toll, oder schön sein. Aber ich tue viel dafür, um irgendwann so leben zu können, wie es mich glücklich macht. Und weil ich meine Wünsche und Sehnsüchte habe - ja, darum mache ich weiter.

Keiran @ 01:15
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Besessenheit? Nein. Das ist es nicht.

Geposted am Samstag 5 Juli 2008

Man will doch meinen, zumindest in seinen Träumen und Gedanken wäre man frei, nicht wahr? Träume, Spiegel der unterbewussten Gedanken. Träume, Gedanken an etwas ersehntes. Doch was träume ich? Erst kürzlich überraschte mich wieder eine meiner Träume. Wenn Männer von Frauen Träumen, sagt man ihnen allerlei Dinge nach, und unterstellt ihnen gern schmutzige Dinge. Doch was Träume ich?
Ich träume davon, wie ich mich damit auseinandersetze, dass ich meine Angebetete nicht untreu sein will, nicht mal im Traum. Selbst wenn es so wäre, wenn sie nichts mehr von mir wissen möchte.

Es war ein merkwürdiger Traum. Viel Intimes. Sehr richtungsweisend, was meine Wünsche betrifft. Ich dachte im Traum über sie nach, als ob ich wach gewesen wäre. Und doch war ich es nicht. Mein Fragen im Traum, warum meine Sehnsüchte so kontrolliert sind, ließ mich an sie denken.

Für manch Außenstehenden mag das alles vielleicht wie “besessen von ihr” erscheinen. Ich bestreite es jedoch in jeder Hinsicht. Ich würde nie sagen, dass mein Denken von ihr beeinflusst wird, oder wurde. Es ist vielmehr die Prägung der ersten Liebe, die ich erlebte - so wie die Prägung meine Sehnsucht nach einer ihr ähnlichen Person geformt hat, wenn ich schon nicht mit ihr zusammen sein kann.

Und wenn ich an sie denke, erfahre ich die Spuren dieser Prägung. Eine Sehnsucht. Ein Nachtrauern von Gelegenheiten und Chancen. Spiel von Glück und Kummer in Erinnerung. Aber doch vielmehr ein Nachtrauern. Ich weiß, dass meine Vorstellungen von einem Zusammen sein mit ihr weit von der Realität abweichen könnte. Aber es sind diese unbeschreiblichen Gefühle, die wiederum sich in diese Wünsche geformt haben ~

Wie gern ich sie doch glücklich machen mag!
Wie gern ich doch mit ihr dieses und jenes erleben und machen mag!
Wie gern ich doch mit ihr einfach das Leben genießen mag!

Solche Gefühle sind es, die mich an Zeiten erinnern, wo ihr mein Herz zu Füßen lag, und ich am liebsten ihr die ganze Welt schenken mochte. Ich wollte sie so haben, wie sie war, mit all ihren Fehlern die sie hatte.

Für mich war sie einfach perfekt! Ich war bestimmt nicht blind vor Liebe. Vielleicht das eine oder andere Auge zugemacht - aber für Blindheit, habe ich zu lange gezögert. Ich liebte sie so wie sie war, wollte sie so wie sie war.

Für sie, bin ich mir heute sicher, hätte ich alles gegeben. Nicht nur das was ich hatte und habe. Ich würde für sie sogar jedweden Schmerz ertragen, den sie mir in den schlimmsten Alpträumen bereiten würde. Einfach nur, um sie glücklich zu sehen. Wie als ich den Schmerz nahm, und alles tat um sie los zu lassen, um ihr Glück mit Paul nicht zu gefährden, allein mit der Befriedigung dass sie glücklich wird, und dass das alles ist was für mich zählte.

Sie war, und bleibt meine erste Liebe - so wird die Prägung auch immer bleiben. Ein Nachtrauern, aber bestimmt keine Besessenheit. Ich liebe sie, weil ich es kann. Und weil ich es selber will.

Gute Nacht, und angenehme Träume, wünsche ich euch.

Keiran @ 01:08
Abgelegt unter: Erinnerungen und Träume
Nod

Geposted am Dienstag 1 Juli 2008

Es gibt Momente und Tage, da fühle ich mich als würde ich im Lande Nod umherziehen. Ständig auf Reisen, und dabei Erfahrungen sammeln. Erfahrungen die mir dabei helfen sollen ein Leben in Frieden leben zu können. Und dann fühle ich die Sehnsucht - die Sehnsucht nach Hause.

Es ist so ein Gefühl, als würde ich reisen und lernen, weitab von Zuhause. Und eines Tages werde ich zurückkehren, dorthin wo ich meine Geliebte finden werde, und sie in die Arme nehmen werde. Und die Erfahrungen die ich bis dahin sammle, werden mein Geschenk und mein Werkzeug sein, um uns ein schönes Leben zu bieten.

Es fühlt sich an wie Heimweh.

Keiran @ 20:27
Abgelegt unter: Gefühle
Streit?

Geposted am Montag 30 Juni 2008

Streit. Vorform von Hader und Zwietracht. Ein Konflikt. Eine Uneinigkeit zwischen mehreren Parteien. Taucht so etwas nicht in jeder Beziehung einmal auf?

Gründe gibt es viele für Uneinigkeiten. Ob viele Konflikte Sinn machen, ist stark zu bezweifeln. Wurzeln nahezu Viele auf Missverständnisse. Egal ob Kleine oder Große.

Damals habe ich gedacht: wenn die Beziehung zwischen mir und ihr einen Streit überleben kann, kann sie alles überleben. Welch Naivität in Anbetracht der mannigfaltigen Faktoren. Welch Naivität in Anbetracht der Herausforderung, die ein Streit mit sich bringt.

Mir fehlt das Umfeld um zu lernen mit Streit umzugehen, erkannte ich. Meine Blutsverwandten streiten sich wegen alles und jeden. Es waren Fehden. Es gab niemals Gewinner. Alle hatten stets dabei verloren. Und auch wenn jemand einen Sieg davon trug, so war der Preis hoch. Sehr hoch. Ich erinnere mich an kleine Fehler, die ich als Kind machte. Als ich zum Beispiel die Haustür zufallen ließ, als ich mit meinem Kindermädchen im Garten war. Es passierte einfach - ich war unachtsam. Oder achtsam. Dachte an das, was mir beigebracht wurde: “immer abschließen”, “sicher gehen”. Ich hatte nicht gewusst, dass das Kindermädchen keinen Schlüssel dabei hatte.

Mir tat es sehr Leid, und ich hatte große Angst. Es konnte jedem passieren. Mir durfte es nicht passieren.

Das Kindermädchen rief beim Nachbarn meine Mutter an. Das Kindermädchen machte mir keinen Vorwurf, sondern erklärte nur das Problem. Ich hatte große Angst. Als meine Mutter extra vom Familienunternehmen kam, um aufzuschließen, schrie sie mich erstmal an. Im Hause ging es weiter, bis sie wieder zur Firma fuhr. Abends setzte meinen Vater noch eins drauf.

Ich habe Kinder in meinem Alter kennen gelernt die in solchen Fällen lügen würden, hätten sie eine Untat begangen - aus Angst vor Strafe. Ich mochte nicht Lügen. “Lügen war schlecht”. Weder wollte ich in die Hölle, noch meine Ehre beschmutzen. Ich lernte aus Geschichten wozu Lügen führten. Nämlich zu noch mehr Lügen, und vermeidbarem Leid.

Meine Eltern stritten sich oft. Ich verstand Streits nicht. Mit meinem Bruder konnte ich mich nicht streiten. Alles was annähernd als Streit bezeichnen werden konnte, endete in einer blutigen Prügelei. Nicht ein Mal. Nicht zwei Mal. Häufig. In der Schule sagte man: “man solle zuerst reden”. Ich wurde zuerst geschlagen. So bin ich aufgewachsen.

Damals war ich klein. Noch ein Kind. Ich beneidete die die von Haus aus nicht geschlagen wurden. Ich kannte da zwei türkische Brüder, die Preukschas. Ich hatte die sehr gern. Ich fand es toll, dass sich Brüder so gut verstehen konnten, dass sie zusammenarbeiteten. Sowas konnte ich, und kann ich mir mit meinem Bruder nicht vorstellen.

Außerhalb des Hauses entwickelte ich meine eigenen Diskussionsmethoden. Ich versetzte mich in die Positionen der beteiligten Parteien an einem Konflikt, und lernte die Motivationen, Ängste und Wünsche kennen. Konflikte ließ ich sofern möglich erst gar nicht zu. Ich entwickelte einen Scharfsinn für “das Knistern in der Luft”. Und wenn mal was passierte, steckte ich lieber ein als zu kontern. Denn jedesmal wenn ich versuchte im Haus zu kontern, wurde ich niedergemacht bis zum geht nicht mehr. “Lieber einen Peitschenhieb einstecken, als zehn weitere dazu verdienen”.

Peitschenhiebe… Wisst ihr wie weh ein Gürtel tut? Es hinterlässt spuren, die binnen weniger Stunden wieder verschwinden. Manchmal aber blieben die gut einen Tag. Da war es gut, wenn nur meine Beine litten, und ich es unter der Hose verstecken konnte. Gürtel war nicht alles. Kleiderbügel aus Massivholz kenne ich auch noch. Warum sowas? Weil es nicht so leicht brechen konnte, und mein Vater sich seine Hand nicht weh tun wollte, indem er mich schlug. Ich weiß auch wie beißend eine Gürtelschnalle sein kann. Nachts im Schlaf, als es meine Stirn traf, als er mich für seinen Zorn erwählte. Porzellan. Geschirr zerbrach bei meinem Schädel. Glücklicherweise oft spurlos. Ich habe die Schmerzen dennoch nicht vergessen.

So sehen meine Erinnerungen aus, was Streits betrifft.

“Dummkopf”, “Drecksau” - ich kenne nicht viele Schimpfwörter. Aber anders als bei anderen Eltern von denen ich weiß, klingen die von meinen Eltern am ehrlichsten. Wenn jemand weiß wie sich ein Dummkopf anfühlt, dann bin ich es. Nicht meine Taten verurteilten sie, sondern mich.

Ich habe gelesen es sei ein Fehler, seine Kinder zu beschimpfen und beleidigen. Wichtiger ist es die Tat zu verurteilen, wenn es denn sein musst. Alles andere verbleibt als Trauma…

So klingen meine Erinnerungen, wenn ich an Streits denke.

Wenn ich heute eine “Auseinandersetzung” mit einer Freundin habe, denke ich oft an meine Angebetete. Auch wir hatten die eine oder andere Auseinandersetzung. Sie kommt mir einfach in den Sinn, und plötzlich verändere ich mich inmitten des Streits und erstrebe einen anderen Ausgang als früher. Es ist nicht das Gleiche, und doch erhoffe ich bei jedem Streit eine Entwicklung zu erlangen.

Manchmal bin ich einfach unglücklich traurig, wie jetzt. Traurig darüber, dass ich nicht früher schon die nötigen Erfahrungen hatte um Streits mit meiner Angebeteten zu vermeiden. Aber es ging auch nicht anders - Zeit ist ein Naturgesetz, welches ich noch unterliege. Vergangenheit kann ich nicht verändern, aber die Zukunft. Meine Hoffnungen.

Ich verwende meine natürlichen Methoden. Diese brauchen Zeit. Aus Erfahrung weiß ich, dass in der wortwörtlichen Hitze eines Konflikts ungewollte und verletzende Dinge passieren können. Ein Aspekt welchem ich viel Bedeutung widme, und deshalb versuche Ruhe zu bewahren, sollte ein Konflikt dennoch ausbrechen.

Und was mir noch aufgefallen ist, ist das Gegenseitige Verständnis. Wenn ich mich mit jemanden streiten muss, ist das meiner Meinung nach das Schwierigste. Alle Gemeinsamkeiten zählen nicht mehr, und es ist so, als würde ein jeder von uns in einer völlig anderen Welt. Wir stoßen auf Unverständnis und verstehen selbst nicht mehr, wenn wir plötzlich aus unserer Harmonie, von einem aufgebrausten Partner gestoßen werden. Und je mehr wir darum kämpfen unsere Harmonie zu erhalten, umso mehr laufen wir gefahr unseren Partner wegzustoßen.

Für den Initiator ist es gefährlich den Streit schon im Vorfeld zu beginnen. Wir entwickeln in Gedanken unser allerlei dunkle Welt, und gehen davon aus, dass die andere Partei das wissen musst. Wir werden zu bösartigen Gedankenleser, geleitet von aufbrausenden Emotionen, statt von Fakten. Wie weh wird es uns tun, wenn wir dann, wenn uns die Luft ausgegangen ist, erkennen, dass wir unseren Partner zu Unrecht einer Sache anklagten? Ja, wir selbst die Schuldigen waren?

Wie gefährlich ist es für den Verteidigenden den Initiator als Streitsüchtigen Gegner willkommen zu heißen? Selbstverständlich haben wir ein gutes und vernünftiges Recht unseren Frieden zu bewahren, und den Partner vor sich selbst zu retten. Schließlich haben wir nicht angefangen, nicht wahr? Doch wie können wir uns verteidigen, ohne jemanden von uns zu verletzen? Schwierig. Oftmals unklar.

Ich stelle mir ein Beziehungspaar vor, wo plötzlich der männliche Part auf den weiblichen zukommt, und sie voller Eifersucht anklagt. Gutes Recht zu sagen, dass es nicht anders geht, als den Freund als eifersüchtigen Problem-Initiator darzustellen.

Und die Umstände? Was ist wenn der Freund einen gestressten Tag hatte, und seine Freunde ihm irgendwas erzählt hatten was ihm Grund zur Eifersucht und zum Misstrauen gab? Sowas wird in einem Streit nicht am Anfang zur Sprache gebracht. Wellen, ja, tobende Wellen schlagen die Emotionen. Und hinterher?

Oft kommt die Wahrheit ans Licht, wenn alles zu spät ist. Und doch geht es anders. Wie anders? Hehe.

Würde ich sagen, ein Streit wäre leicht, wüsste ich nicht ob es gelogen oder eine begründete Einschätzung ist. Und doch kann ich sagen: man kann lernen sich zu streiten, und zwar so, dass niemand dabei verliert.

Dass das möglich ist, weiß ich. Ob das Umsetzbar ist, ist tatsächlich eine schwierige Frage. Bewusst? Ich kenne einige solcher Ausgänge und die Situationen danach. Es fühlt sich an, als würde etwas fehlen. Schließlich kennen wir von Kind an, dass es bei einem Streit immer zu verlieren ist. Egal was, es wird dabei immer was verloren. Und so kommt es manchmal vor, dass sich einige Paare nur streiten, um zu leben. Um sich vollkommen zu fühlen. Welch seltsame Kultur die wir im Alltag erleben…

Es gibt viele Gründe für einen Streit - eine Uneinigkeit. Oftmals hilft es einfach Ruhe zu bewahren, und an diesem Punkt aufbrausende Emotionen zu befrieden. Und noch mehr hilft es, den anderen zu verstehen.

Da war ein Mann, der hat am helllichten Tag zwei Menschen ermordet.

Wie klingt das auf euch? Was denkt ihr darüber?

Dieser Mann war Vater von zwei Mädchen, die von jenen Männern, die er erschoss, vergewaltig und ermordet wurden. Die Männer kamen nach einem Justizirrtum frei, und man konnte sie nicht länger der Straftat belangen. Sie kamen ungestraft davon. Der Vater wollte das nicht hinnehmen.

Versteht ihr ungefähr was ich mit Empathie meine?

Ich würde am liebsten sagen “ich hasse Streits, weil dabei nie was Gutes rauskommt”. Aber das ist nicht wahr. Manche Auseinandersetzungen brachten mich auf den Boden der Tatsachen wieder, wenn ich zu weit ging. Manche Auseinandersetzungen bewahrten mich vor Schlimmeren. Und oft, wenn es gut ausging, verstand ich mich mit meinem Streitpartner besser als zuvor.

Wenn ich heute an vergangene Konflikte mit meiner Angebeteten zurückdenke, bereue ich so manch Tat. Mir blieb nichts anderes als mich weiter zu entwickeln. Denn das ist mein Bestreben. Bei vielen Dingen würde ich es einfach anders machen. Und doch war ich damals… ja… vielleicht einfach zu jung.

Ein Streit ist böse - aber man kann sich bemühen einen guten Ausgang zu finden. Es ist möglich. Auch wenn es sich komisch anfühlt. Man kann aus Streitereien lernen. Dennoch sollte man keineswegs einen Streit suchen.

Keiran @ 09:52
Abgelegt unter: Erinnerungen und Gedanken
Ich darf nicht weglaufen!

Geposted am Sonntag 29 Juni 2008

Ich darf nicht weglaufen.
Ich darf nicht weglaufen.
Ich darf nicht weglaufen.
Ich darf nicht weglaufen.
Ich darf nicht weglaufen.
Ich darf nicht weglaufen.

Ich darf auf gar keinen Fall weglaufen!
Ich darf auf gar keinen Fall weglaufen!

Wenn ich weglaufe, wird es mich verfolgen, und ich werde bereuen.

Ich darf nicht weglaufen. Ich darf nicht weglaufen…

Keiran @ 00:10
Abgelegt unter: Gedanken
Über “…”

Geposted am Samstag 28 Juni 2008

Er entstammt aus einer Zeit wo unsagbare Qualen und Leid in meinem Leben herrschten. Nichts erschien mehr real, die Versprechen gebrochen, die Welt die ich so liebte am Abgrund seines Daseins. Verzweiflung machte sich breit, und die Hoffnungen schwanden dahin. Zorn und Hass nahmen ihren Platz - und wurden vollkommen in der Personifizierung aller Qual, Leid und Hasses, die heraufbeschworen wurde von unendlicher Wut, auf dass die Schuldigen durch unendliche Flüche niemals ihre Ruhe finden mögen…

(Weiter lesen)

Keiran @ 19:53
Abgelegt unter: Gedanken
Über “Keiran”

Geposted am Freitag 27 Juni 2008

Er entstammt aus einer Zeit wo unsagbare Qualen und Leid in meinem Leben herrschten. Nichts erschien mehr real, die Versprechen gebrochen, die Welt die ich so liebte am Abgrund seines Daseins. Verzweiflung machte sich breit, und die Hoffnungen schwanden dahin. Zorn und Hass nahmen ihren Platz - doch durfte es nicht sein, und durch ein Opfer gab man seiner Seele Gestalt - ihm, der nur ein Schatten einer Persönlichkeit darstellt, und doch alles oder nichts bedeuten kann…

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Keiran @ 19:53
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