Geposted am Sonntag 10 Mai 2009
Jenseits von dem Kummer und der Sehnsucht, die mich heute plagen, erinnere ich mich jeden Tag an die Zeit, die vielleicht für mich die schönste war. Ich erinnere mich daran, als wäre es gestern gewesen, nicht so lange wie es mir scheint. Ich träume davon, als würde die Zeit für mich innehalten, und frage mich, wie viel anders es heute wäre, wenn es für mich mehr als nur eine Erinnerung wäre.
Ich kannte sie schon länger, und erkannte viel zu spät, was es für mich bedeutete mich in sie zu verlieben. Sie war eine Person, so wie ich sie schon immer nach ihr sehnte. Ihre langen schwarzen Haare schenkten ihr bezaubernde Anmut, ihr verspieltes Verhalten erzählten von einem Traum von frei sein, und ihre Stimme beruhigten meine Seele, wie stürmisch es auch um mich herum zu sein vermochte. Sie war intelligent und clever, und ich konnte meine Augen nicht von ihr lassen - so bezaubernd schön sie war.
Aus heiterem Himmel wollte ich alles für sein. Wollte sie das ich klug war? Wollte sie das ich mutig war? Wollte sie das ich kräftig war? Wollte sie das ich reich war? Wollte sie das ich dumm war? Ich wäre alles für sie gewesen, nur damit sie mich sah.
So sehr wollte ich sie. Selbst meinen Freunden tat ich Leid, wie sie sehen mussten, was ich doch alles für sie wollte, und zugleich mich lange, lange nicht traute ihr zu sagen, was ich denn für sie empfinde. Sie verhalfen mir sogar zu Situationen mit ihr, die ich still genoss, und wo ich mich doch schweigen zurückhielt. Dem Tod ins Auge zu blicken wäre tausend Mal leichter gewesen, als ihr meine Liebe zu gestehen. Ich lachte und scherzte mit ihr - mit bedachter Zurückhaltung.
Erst nachdem es soweit war, verspürte ich was es für mich bedeutet einen Menschen vom tiefsten Herzen zu lieben. Ich schwöre, es war ein würdiger Moment zu sagen, dass ich ohne Reue für sie mein Leben gegeben hätte. Ich erinnere mich an meinen ersten Kuss. Wie ich leicht lachen musste, weil ich nicht fassen konnte, dass sie es war, die mir das abnahm. Ich erinnere mich an die Tage danach, in der ich voller Skepsis nicht glauben konnte, wie mir war und jeden Tag Angst hatte aufzuwachen, und zu merken, dass alles ein Traum war. Und ich erinnere mich an den Tag, wo ich das erste Mal das innigste Glücksgefühl meines Lebens verspürte.
Es war der Tag, an dem ich einer vertrauten Freundin zum ersten Mal erzählen konnte, wie glücklich ich doch war, dass ich mit meiner Geliebten zusammen kommen durfte.
Dieses nahezu unbeschreibliche Gefühl - es war wie ein Brennen tief im inneren in mir, wo ich das Gefühl unendlicher Energie hatte um alles auf dieser Welt zu schaffen! Und gleichzeitig war es eine innige beruhigende Ruhe meiner Seele, die mir die Stille um vergangene Schmerzen schenkte, und nichts als die grenzenlose Schönheit dieser Welt! Es war ein Moment, an dem ich mich öffnen konnte und nach und nach aufblühen konnte. Zersprengt waren meine Ketten an die ich gebunden war - voll Feuer und aufrichtigen Gefühlen war ich für die Person - die einzige Person, für die ich alles sein wollte!
Es vergingen keine 30 Minuten, ehe mein Herz zerbrach, und alles schien wie ein Traum, nunmehr gewandelt in einen Albtraum…
Kein Tag an dem ich nicht an sie dachte. Ich wurde bisschen verrückt und verlor mich. Bis eines Tages meine große Liebe um mein Dasein bat. Und wieder entflammte in mir dieses Gefühl nach dieser Energie voller Glückseligkeit. Nichts wollte ich mehr, als mit ihr zusammen dieses Gefühl zu leben. Ich liebte sie. Ich war bei ihr. Ich stritt mich mit ihr. Wir verletzten einander, und doch kaum verging einen Tag, so wollte ich sie am nächsten inniger lieben als am Tag zu vor. Eine Zeit lang ging es, bis ich sie erneut verlor.
Ich erinnere mich gerne an die Tage, insbesondere dann wenn ich traurig bin, oder es mir schlecht geht. Ich erinnere mich gerne, und schließe dabei die Augen, so dass das Gefühl was ich verspürte nicht in Vergessenheit geraten mag. Ich kann es nicht genau beschreiben, aber war so, dass ich mich erst durch meine Liebe zu ihr so wirklich lebendig fühlte. Sei es meine Freude, meine Leidenschaft, meine Traurigkeit, meine Wut, meine Liebe zu ihr - erst durch sie, verspürte ich im Leben die innere Wärme, die mich vorantreibt, die mir den Weg weist, die mir sagt: “Du lebst!”.
Unabhängig von dem wie es heute ist, kann ich sagen, dass ich jemanden in diesem Leben wirklich vom tiefsten Herzen aufrichtig lieben konnte. Dass ich wirklich einen Moment lang leben konnte - das ich wirklich einen Moment lang lebendig war.
Was würde ich dafür tun, um auch in ihr dieses Gefühl durch mich entfachen zu lassen. Ein Gefühl, was alles Schmerz für immer nehmen kann, und nichts als Wärme und Frieden mit sich bringt. Was ich ihr sagte, war das was ich fühlte. “Ich liebe dich”
